Bis 2040 fehlen in Deutschland mehr als 200.000 Wohnheimplätze!
Der neue MLP Studentenwohnreport, erstellt in Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft e.V. (IW Köln), zeigt die Größenordnung: Den vorhandenen 241.000 Wohnheimplätzen in Deutschland steht ein zusätzlicher Bedarf von mehr als 200.000 Einheiten gegenüber. Der Bestand müsste sich damit nahezu verdoppeln.
2025 lag die Unterbringungsquote in öffentlichen Wohnheimen bei nur 10 Prozent. Je nach Datengrundlage sind 50 bis 70 Prozent der Studierenden auf den freien Wohnungsmarkt angewiesen. Dort konkurrieren sie mit Auszubildenden, Berufseinsteigern und anderen Wohnungssuchenden um kleine oder WG-taugliche Wohnungen, wie die Autoren Prof. Michael Voigtländer, Dr. Christian Oberst und Dr. Philipp Deschermeier im Studentenwohnreport 2026 herausarbeiten.
Vergleichbare Bedarfe hatten auch die Autoren einer Studie für das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im letzten Jahr ermittelt.
Die politische Antwort, das Programm „Junges Wohnen“ ist deshalb grundsätzlich richtig.
Angesichts des perspektivisch weiterwachsenden Bedarfs sind jetzt allerdings verlässliche Fördermittel, geeignete Grundstücke und schnell genehmigungsfähige Projekte entscheidend.
Bei Wohnheimen sind insbesondere wirtschaftliche Grundrisse, robuste Konstruktionen und eine planbare Ausführung von erheblicher Bedeutung. Kalksandstein kann bei mehrgeschossigen, wiederholbaren Gebäudestrukturen insbesondere bei Tragfähigkeit, Schall- und Brandschutz einen großen Beitrag leisten.
200.000 zusätzliche Plätze sind eine konkrete Bauaufgabe!
Veranstaltungs-Newsletter
Weitere News zu diesem Thema
- Der Bestand allein kann die Wohnungsfrage nicht lösen. Wir brauchen dringend Neubau!
- Wohnheimbau – Der unterschätzte Engpass
- Wir brauchen mehr als 370.000 neue Wohnungen. Jedes Jahr!
