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News | Markt und Bauwirtschaft
02.07.2026

Die Verlängerung der EH55-Plus-Förderung ist richtig.

Nun muss die KfW-Fördersystematik dringend praxisgerecht überarbeitet werden!

Roland Meißner zur EH55-Plus-Förderung
Roland Meißner begrüßt die Verlängerung der EH55-Plus-Förderung, fordert aber eine dauerhaft verlässliche und praxisgerechte KfW-Fördersystematik für den Wohnungsbau.

Beim diesjährigen Wohnungsbau-Tag hatten die Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft dafür geworben, die EH55-Plus-Förderung über den 30. Juni 2026 hinaus zu verlängern. Dass Bundesbauministerin Verena Hubertz und die Fraktionen von CDU/CSU und SPD dieses Versprechen nun einlösen, ist ein wichtiges Signal für Verlässlichkeit im Wohnungsbau.

Die Pressemitteilung des Bundesministeriums zur Verlängerung der EH55-Plus-Förderung.

Denn jedes baureife Projekt, das jetzt umgesetzt wird, zählt.

Nach Angaben des Bundesbauministeriums konnten bis Mitte Juni rund 33.700 Wohneinheiten über die EH55-Plus-Förderung aktiviert werden. Rund 340 der ursprünglich 800 Mio. Euro stehen noch zur Verfügung; Anträge sind möglich, bis die Mittel ausgeschöpft sind — längstens bis Ende 2026.

Das ist gut. Aber es ist noch nicht die strukturelle Antwort auf die Wohnungsbaukrise.

Denn zinsverbilligte Kredite können helfen, wenn Projekte bereits weit vorbereitet sind und nur noch der letzte wirtschaftliche Impuls fehlt. Sie ersetzen aber keine Förderarchitektur, die dauerhaft einfach, verlässlich und wirtschaftlich attraktiv ist.

Für die politisch versprochene Neuordnung der KfW-Programme im kommenden Jahr muss deshalb gelten:

Förderung muss beim Projekt ankommen.
Sie muss Investitionsentscheidungen auslösen.
Und sie muss so ausgestaltet sein, dass bezahlbarer Wohnungsbau wieder in der Breite möglich wird.

Die Verlängerung der EH55-Plus-Förderung ist ein richtiger Schritt. Entscheidend wird jetzt, aus dieser Zwischenlösung die richtigen Schlüsse für 2027 zu ziehen!