Förderpolitik muss beim Bauherrn ankommen!
Nach der Sommerpause beginnen im Bundestag die Beratungen zum Bundeshaushalt 2027. Für den Wohnungsbau ist das mehr als ein finanzpolitischer Termin. Es geht darum, ob aus politischen Ankündigungen wieder verlässlich planbare Investitionen werden.
Die aktuellen Baugenehmigungszahlen zeigen ein positives Signal. Im Mai 2026 wurden 21.000 Wohnungen genehmigt, 24,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Auch von Januar bis Mai liegt die Zahl der genehmigten Wohnungen über dem Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet.
Das ist gut und wichtig. Aber es reicht nicht.
Denn die Wohnungsfrage wird nicht durch Genehmigungen gelöst, sondern durch Wohnungen, die finanziert, geplant, gebaut und bezogen werden können.
Mit dem Bundeshaushalt 2027 und der geplanten Neuordnung der KfW-Förderung stellt die Bundesregierung zentrale Weichen. Die zersplitterte Förderlandschaft soll in eine Neubausäule und eine Bestandssäule überführt werden. Entscheidend ist dabei nicht, wie diese Programme heißen. Entscheidend ist, ob sie Projekte wirtschaftlich tragfähig machen und in der Praxis verlässlich funktionieren.
Gerade im mehrgeschossigen Wohnungsbau brauchen Investoren, Planer und Bauunternehmen Rahmenbedingungen, die zu realen Bauzeiten, Kosten, Standards und Verfügbarkeiten passen.
Deshalb muss der Anspruch für die Haushaltsberatungen klar sein: Förderung darf nicht nur beschlossen werden. Sie muss beim Bauen ankommen.
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