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News | Forschung
29.06.2026

Veröffentlichung „CO2-Aufnahmepotenziale von Bestandsgebäuden“ ab sofort verfügbar

Der Beitrag in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Bauphysik“ untersucht, welches CO2-Aufnahmepotenzial Bestands-gebäude über ihre Lebensdauer besitzen. Im Mittelpunkt steht dabei die Recarbonatisierung bindemittelgebundener Baustoffe wie Kalksandstein und Beton. Diese können CO2 aus der Umgebungsluft aufnehmen und dauerhaft im Gefüge binden. Damit wird ein bislang häufig wenig berücksichtigter Beitrag massiver Bauweisen zur CO2-Bilanzierung von Gebäuden sichtbar gemacht.

Bindemittelgebundene Baustoffe wie Kalksandstein können über ihre Lebensdauer CO₂ aus der Umgebungsluft aufnehmen und dauerhaft im Gefüge binden. Die Veröffentlichung zeigt, welches CO₂-Aufnahmepotenzial Bestandsgebäude für die Klimabilanzierung besitzen.

Die Untersuchung vergleicht zwei methodische Ansätze: eine detaillierte BIM-basierte, bauteilgenaue Ermittlung der CO2-Senken sowie eine vereinfachte Abschätzung mit dem im Kontext der DIN SPEC 91506 entwickelten Schätzungstool. Bewertet wurden vier Praxisobjekte unterschiedlicher Baujahre und Nutzungen, darunter das Haus der Kalksandsteinindustrie, zwei Wohngebäude der Wohnungsbauserie WBS 70, ein modernes Mehrfamilienhaus aus Kalksandstein sowie eine historische Lagerhalle.

Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere Kalksandsteinbauten ein relevantes CO2-Bindungspotenzial aufweisen. So wurden für das Haus der Kalksandsteinindustrie rund 75 t CO2-Äq. bzw. 61 kg CO₂-Äq./m2 Netto-Raumfläche ermittelt. Auch das moderne Mehrfamilienhaus aus Kalksandstein erreicht mit rund 41 t CO2-Äq. bzw. 35 kg CO2-Äq./m2 ein deutliches CO2-Aufnahmepotenzial. Gleichzeitig zeigt der Methodenvergleich, dass vereinfachte Schätzverfahren eine praxistaugliche Grundlage bieten können, bei komplexeren Gebäudestrukturen jedoch eine Kalibrierung und Weiterentwicklung erforderlich ist.

Der Beitrag liefert damit eine wichtige Grundlage für die zukünftige Bewertung von CO2-Emissionssenken im Gebäudebestand und zeigt, welchen Beitrag Kalksandstein zur transparenten und methodisch fundierten Klimabilanzierung leisten kann.

Den Beitrag erhalten Sie hier.