Der Wohnungsbau braucht verlässliche Förderpolitik
Neues Gutachten aus dem Institut der deutschen Wirtschaft
Der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (BBS) hat gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) eine neue Studie zur zukünftigen Ausgestaltung der Wohnungsbauförderung vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen Vorschläge für die im Koalitionsvertrag versprochene Reform der KfW-Förderprogramme.
Die Untersuchung von Pekka Sagner und Prof. Michael Voigtländer macht deutlich: Die Wohnungsbaukrise in Deutschland bleibt angespannt. Steigende Baupreise, hohe Finanzierungskosten und rückläufige Fertigstellungen verschärfen insbesondere in Ballungsräumen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Gleichzeitig warnt das IW vor weiteren Kapazitätsverlusten in der Bauwirtschaft.
Vor diesem Hintergrund spricht sich die Studie für eine stärker an den realen Herausforderungen des Wohnungsmarktes orientierte Fördersystematik aus. Förderprogramme müssten langfristig verlässlich, planbar und stärker auf die Stabilisierung des Wohnungsneubaus ausgerichtet werden.
Zudem kritisiert das IW eine Überfrachtung der Förderpolitik mit immer komplexeren Einzelanforderungen und fordert praktikable Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Bauen.
Roland Meißner, Geschäftsführer des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e.V.: „Die IW-Studie liefert wichtige Impulse für die angekündigte Neuordnung der KfW-Förderprogramme. Entscheidend ist jetzt eine Fördersystematik, die langfristig angelegt ist und den Wohnungsbau wirksam stärkt. Deutschland braucht mehr bezahlbaren Wohnraum – insbesondere im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Dafür benötigen alle Akteure der Wertschöpfungskette Bau verlässliche und planbare Rahmenbedingungen. Die Kalksandsteinindustrie unterstützt ausdrücklich eine Förderpolitik, die wirtschaftliches Bauen ermöglicht und Investitionen dauerhaft absichert.“
Die Kalksandsteinindustrie sieht in der Studie hauptsächlich eine Bestätigung dafür, dass die Wohnungsfrage vor allem durch mehr Neubau gelöst werden kann.
Dafür braucht es aus Sicht der Branche neben Förderinstrumenten vor allem praktikable Standards, Planungssicherheit und eine konsequente Stärkung des Wohnungsneubaus.
Veranstaltungs-Newsletter
Weitere News zu diesem Thema
- Ein Jahr schwarz-rote Bundesregierung: Wohnungsbaukrise ungelöst – Umsetzungslücke wächst!
- Nachhaltig bauen ohne Mehrkosten: Kalksandstein-Studie zeigt bis zu 13 % geringere Herstellkosten
- Die gesenkte Konjunkturprognose wird den Wohnungsbau spürbar treffen - und damit auch die heimische Baustoffindustrie!
- „In einem Umfeld mit steigenden Kosten und viel Unsicherheit braucht der Wohnungsbau vor allem eines: klare, verlässliche Rahmenbedingungen!“
- Der Aufbruch kann nur mit klaren Rahmenbedingungen und effizientem Bauen gelingen
- Bezahlbaren Wohnungsbau beschleunigen
