Ökologie und Umweltaspekte
Ökologie und Umweltaspekte

Recarbonatisierung von Kalksandstein

Kalksandstein nimmt im Verlauf seiner Nutzungsphase CO₂ aus der Umgebungsluft auf. Bei der sogenannten Recarbonatisierung reagiert das CO₂ mit Bestandteilen des Kalksandsteins und wird als Calciumcarbonat gebunden.

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CO₂-Aufnahme durch Recarbonatisierung

Bei der Herstellung von Kalksandstein entstehen Calciumsilikathydrate, sogenannte CSH-Phasen. Während der Nutzungsphase kann CO₂ aus der Umgebungsluft in den Porenraum des Kalksandsteins eindringen und mit Anteilen dieser CSH-Phasen zu Calciumcarbonat reagieren. Dieser natürliche chemische Prozess wird als Recarbonatisierung bezeichnet.

Untersuchungen am Fachgebiet Werkstoffe des Bauwesens und Bauchemie der Universität Kassel haben die CO₂-Aufnahme von Kalksandstein untersucht. Daraus wurde ein Aufnahmepotenzial von rund 50 kg CO₂ je Tonne Kalksandstein abgeleitet. Dieser Wert wird häufig innerhalb eines Zeitraums von etwa 50 Jahren erreicht. Beschichtungen und Putze können den Ablauf der Recarbonatisierung verlangsamen.

Das aufgenommene CO₂ wird chemisch im mineralischen Gefüge gebunden. Nach den Untersuchungen bleibt diese Bindung auch bei Rückbau und weiterer stofflicher Verwertung des Kalksandsteins erhalten.

Kalksandstein mit Pfeilen zur Darstellung der CO₂-Aufnahme durch Recarbonatisierung
CO₂-Aufnahme durch Recarbonatisierung von Kalksandstein